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Renaturierung des Kondbachs

Aufgrund der Hochwasserereignisse in den Jahren 2013 und 2016 wurde unter anderem für die Gemeinden am Kondbach ein Hochwasserschutzkonzept erstellt. Im Rahmen des Konzepts wurde empfohlen, die Retentionsfähigkeit der Auenbereiche zu fördern.

Ab der Wirtschaftsbrücke hinter der Ortschaft soll der Kondbach auf gut 1,5 km renaturiert werden. Oberhalb der zweiten Wirtschaftsbrücke soll zudem die Rauheit des Geländes durch die Modellierung von Verwallungen erhöht werden. Nach Abstimmung mit dem Hochwasservorsorgekonzept kann so außerhalb des Risikogebiets der natürliche Wasserrückhalt in den Auenbereichen optimiert werden.

 

 

 

So könnte die Umsetzung aussehen.

 

 

Hier ein Bild aus dem Jahr 1933, als man den Bach begradigte. Rechts auf der Karte ist noch die alte Schleifmühle im Kondbachtal eingezeichnet. Die Mühle wurde im Jahre 1676 vom Meister Michel Geromont erbaut. Sie wurde vom Schmied zum Schleifen der von ihm gemachten Waffen verwendet. 1846 kauften einige Kümbdcher Bauern die Mühle und wandelten die Mühle in eine Genossenschaftsmühle um.

Quelle: Kreisarchiv Simmern 

 

 

Hier ein Auszug aus dem entsprechendem Antrag beim Landratsamt:

- Begründung zur Errichtung der Mühle durch Frank & Co.: „Gereicht die Gewährung unseres Gesuchs

Niemandem zum Schaden, bringt sie vielmehr dem Staate nutzen, und ist sie das einzige Mittel, unsere und

unserer Familie Existenz zu erhalten und zu sichern, so dürfen wir der gnädigsten Erfüllung unserer aller

unterthänigsten Bitte mit Zuversicht entgegensehen, und verharren in tiefster Ehrfurcht.“

- Unterschriften: Christoph Michels, Adam Rech, Jacob Jungherz, Peter Jungherz, Witwe Nicolaus Frank,

Georg Schüler, Peter Weirich, Schmidt, J. Schneider, Jacob Konrad, Steffen, Nicolaus Konrad, Heinrich

Peter Konrad, Jacob Frank

- Bürgermeister Rottmann an Landratsamt 09.07.1846:

Anlage einer Klause bei der Mühle müsste dem Müller Berg Nachteile bringen, da der Kondbach in

Simmern sehr wasserarm ist